Die gute Nachricht f├╝r alle Murmelfans:

... wir machen weiter!

Wie viele wissen, hat es das Jahr 2014 nicht gut mit uns gemeint. Unser Lagergeb├Ąude ist Ende Juli abgebrannt. Historische Dokumente & Sammlungen und gro├če Teile von Murmelsorten, die wir in ├╝ber 30j├Ąhriger Arbeit zusammengetragen haben, sind vernichtet. Einiges konnten wir aber retten oder war nicht direkt vom Brand betroffen.

Viele Mails und Anrufe haben uns erreicht, ihr Mitgef├╝hl ausgesprochen und Mut gemacht... nun gibt es unheimlich viel zu sortieren, zu begutachten und neu zusammen zustellen.

Seit Herbst 2016 steht unser neues Lagergeb├Ąude ÔÇô wir sind beim Innenausbau und der Versand ist wieder angelaufen. Trotzdem gibt es immer noch viel zu sortieren - deshalb ist der Warenkorb auch noch nicht aktiv .Wann die Bestellfunktion im Murmelshop  wieder offen ist, k├Ânnen wir leider im Moment noch nicht definitiv sagen.

Viele Sorten sind aber schon wieder verf├╝gbar. Bitte schreiben Sie uns einfach eine Email mit Sorten & Mengen und wir schauen, was von Ihren W├╝nschen realisierbar ist.

Mit runden Gr├╝├čen
Rolf Meurer & Manuela Schulz

Mai 2019

Die Spielregeln


Das Spielbrett

Carambole wird auf einem Holzbrett gespielt.
Das Brett ist quadratisch und besitzt vier Eckl├Âcher (Ma├če 60 cm x 60 cm).



Die Steine
Zum Spielen werden runde Plastiksteine (9 schwarze, 9 wei├če und ein roter Stein),
die an Damesteine erinnern, verwendet.



Gleitmittel
Als Gleitmittel benutzt man Kartoffelmehl.



Das Spiel
Zum Anspiel benutzt man eine etwas gr├Â├čere Kunststoffscheibe (Striker),
die mit den Fingern so auf die Steine geschnippt wird, dass diese bewegt werden.



Es darf gefoult werden, d.h. man kann eigene Steine ├╝ber gegnerische Steine spielen.



Der rote Stein (Queen) ist in etwa vergleichbar mit der schwarzen Kugel beim Billard, darf aber immer versenkt werden. Allerdings muss, direkt nachdem die Queen versenkt wurde, ein eigener Stein versenkt werden. Geschieht dies nicht, muss die Queen wieder in den roten Mittelpunkt gelegt werden. Die Spieler sitzen beim Carambole w├Ąhrend der ganzen Partie ├╝ber an einer Bande und schnippen immer von der gleichen Seite aus.Das macht Carambole schwieriger als Billard. Und es f├╝hrt dazu, da├č Carambole nach au├čen statischer wirkt, auf dem Brett aber deutlich lebhafter abl├Ąuft.

Sinn und Ziel des Spiels
Carambole kann man zu zweit oder zu viert (dann in zwei Mannschaften) spielen. Ziel ist es, die eigenen Spielsteine regelgerecht in den Eckl├Âchern zu versenken, bevor der Gegner seine Spielsteine versenkt hat. Beim Zweierspiel sitzen sich die beiden Spieler gegen├╝ber. Beim Viererspiel sitzen sich die Spieler eines Teams gegen├╝ber.

Das Schie├čen (Schnippen)
Alle Sch├╝sse erfolgen immer von der eigenen Grundlinie aus. Dabei muss der Schussstein (Striker) eine der eigenen Grundlinien komplett ├╝berdecken.

 

Es darf grunds├Ątzlich nur nach vorne geschossen werden. Stein A darf vom Striker direkt angespielt werden. Stein B darf vom Striker erst dann ber├╝hrt werden, wenn er zuvor eine Bande ber├╝hrt hat. d.h. er darf nicht direkt angespielt werden. In die eigenen Eckl├Âcher k├Ânnen die Steine nur ├╝ber die Bande versenkt werden.



Der Striker darf nur geschnippt, nicht geschoben werden. Man sollte unbedingt darauf achten, da├č man den Schussfinger an den Stein anlegt. Andernfalls kann durch die Wucht der Sch├╝sse nach einiger Zeit der Finger schmerzen. Ein Striker gilt als geschossen, wenn er die Grundlinie nicht mehr ber├╝hrt oder wenn er einen anderen Stein getroffen hat. Achtung: der Striker mu├č auslaufen; erst wenn er v├Âllig still liegt, darf er wieder aufgenommen werden.

Verschiedene Schusstechniken:

1.) Mit dem Zeigefinger:
   

2.) Mit dem Mittelfinger:


3.) Mit dem Daumen:
 

4.) Mittelfinger-Scherentechnik:
 

Der Ansto├č
Zum Ansto├č werden die 19 Spielsteine als Rosette in der Brettmitte platziert. Dann wird die Spielsteinfarbe ausgelost. Der Spieler mit der Farbe Wei├č hat immer Ansto├č und wird im folgenden als Spieler A bezeichnet. Vor dem Ansto├č darf sich Spieler A die Steine mit Hilfe einer Schablone so im Mittelkreis plazieren, dass die Steine den Mittel-kreisring nicht ber├╝hren.



Des weiteren darf nun Spieler A einen beliebigen Stein in eine beliebige Richtung verschieben, d.h. es ist auch erlaubt, dass dieser Stein mehrere andere Steine mitverschiebt. Auch nach dem Verschieben darf kein Stein den Mittelkreisring ber├╝hren.



Der eigentliche Ansto├č wird mit dem Striker von der eigenen Grundlinie aus durchgef├╝hrt. Dabei kann der Striker beliebig platziert werden, er muss aber die Grundlinie an einer Stelle komplett bedecken. Im Normalfall wird der Ansto├č ├╝ber die Diagonale ausgef├╝hrt.

 

Der Spielverlauf
Solange ein Spieler einen eigenen Stein versenkt, bleibt er an der Reihe. In welche der vier L├Âcher die Steine fallen, spielt keine Rolle. Man darf die Steine auch indirekt anspielen, also ├╝ber die Bande oder ├╝ber eigene und gegnerische Steine.
Eine Sonderstellung nimmt die neutrale Queen ein. Ehe sie nicht versenkt ist, darf ein Spiel nicht beendet werden. Hat man sie versenkt, muss man danach einen eigenen Stein als Best├Ątigung in ein beliebiges Loch versenken. Gelingt dies nicht, so kommt die Queen wieder auf das rote Feld in der Brettmitte. Wird dieses Feld von einem anderen Stein ├╝berdeckt oder ber├╝hrt, so wird die Queen auf diesen Stein gelegt.
Folgende F├Ąlle f├╝hren zu einem Wechsel des Schussrechts:

  1. Ein gegnerischer Stein wird versenkt. Dies gilt auch, wenn ein eigener Stein mitversenkt wurde. Alle versenkten Steine bleiben in den L├Âchern.
  2. Der Striker wird versenkt. Hierbei wird nicht nur das Schussrecht gewechselt, sondern auch zus├Ątzlich ein eigener Stein wieder aus dem Loch herausgenommen und auf den roten Punkt in der Brettmitte gelegt.
  3. Es wurde gar kein Stein versenkt.
  4. Versenkt ein Spieler seinen letzten Stein, ehe die Queen versenkt wurde, so kommt dieser Stein wieder auf den roten Punkt in der Brettmitte und das Spiel gilt nicht als beendet.

Herausspringende Steine haben keinen Einfluss auf den Spielablauf. Diese Steine werden wieder auf den roten Punkt in der Brettmitte gelegt. Der Spieler kann weiterspielen, vorausgesetzt er hat mit demselben Schuss einen eigenen Stein versenkt.

Das Spielende
Das Spiel ist zu Ende, sobald ein Spieler keine Steine mehr auf dem Brett hat. (Die Queen wurde von einem der beiden Spieler ordnungsgem├Ą├č versenkt). Der Gewinner erh├Ąlt f├╝r jeden Stein seines Gegners, der noch auf dem Brett ist, einen Punkt. Falls der Gewinner auch die Queen versenkt hat, bekommt er daf├╝r zus├Ątzlich 5 Punkte. Hat der Verlierer die Queen versenkt, bekommt niemand die 5 Punkte f├╝r die Queen.



Im Bildbeispiel hat Wei├č gewonnen. Es sind noch 3 schwarze Spielsteine auf dem Brett. F├╝r diese bekommt Wei├č je einen Punkt, also zusammen 3 Punkte.
Hat Wei├č auch die Queen versenkt, so kommen f├╝r Wei├č noch 5 Punkte hinzu; Wei├č h├Ątte in diesem Fall also insgesamt 8 Punkte erreicht.

Spiel, Satz und Sieg
Ein Spiel geht maximal bis 21 Punkte. Mit jeder neuen Aufnahme (=Ansto├č) wechselt das Ansto├črecht. Mit dem Ansto├črecht wechselt auch die Spielfarbe. Bei Turnieren wird ein Spiel auf 6 Aufnahmen begrenzt. Sollten nach 6 Aufnahmen beide Spieler punktgleich sein, entscheidet eine siebte Aufnahme.

Zum Schluss noch einige Tipps:
  • Lassen Sie keine Fl├╝ssigkeit auf das Brett kommen
  • Spielen Sie nie ohne Kartoffelmehl
  • Sorgen Sie f├╝r eine gute Beleuchtung des Brettes
  • Lassen Sie sich nicht durch anf├Ąngliche Misserfolge entmutigen. Man verbessert sich schneller, als man zun├Ąchst glaubt
  • Nicht gegen den Stein schnippen, sondern den Finger anlegen und dann den Stein wegschnippen. Ihre Finger werden es Ihnen danken
Mit freundlicher Genehmigung von CaramboleFieber.de



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